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FAQ zu: Alles zum Thema Unterlassungserklärung
Fragen und Antworten
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Wie lange ist eine Unterlassungserklärung gültig?
Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG)
§ 11 Verjährung
(1) Die Ansprüche aus den §§ 8 , 9 und 12 Abs. 1 Satz 2
verjähren in sechs Monaten.
(2) Die Verjährungsfrist beginnt, wenn
1.der Anspruch entstanden ist und
2.der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person
des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.
(3) Schadensersatzansprüche verjähren ohne Rücksicht auf die Kenntnis
oder grob fahrlässige Unkenntnis in zehn Jahren von ihrer Entstehung,
spätestens in 30 Jahren von der den Schaden auslösenden Handlung an.
(4) Andere Ansprüche verjähren ohne Rücksicht
auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis
in drei Jahren von der Entstehung an.


Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

§ 199 Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Höchstfristen
(1) Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt mit dem Schluss des Jahres,
in dem
1.der Anspruch entstanden ist und
2.der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen
und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder
ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste.
(2) Schadensersatzansprüche,
die auf der Verletzung des Lebens, des Körpers,
der Gesundheit oder der Freiheit beruhen,
verjähren ohne Rücksicht auf ihre Entstehung
und die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis
in 30 Jahren von der Begehung der Handlung,
der Pflichtverletzung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an.
(3) Sonstige Schadensersatzansprüche verjähren
1.ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis
in zehn Jahren von ihrer Entstehung an und
2.ohne Rücksicht auf ihre Entstehung und die Kenntnis
oder grob fahrlässige Unkenntnis in 30 Jahren von der Begehung der Handlung,
der Pflichtverletzung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an.
Maßgeblich ist die früher endende Frist.
(4) Andere Ansprüche als Schadensersatzansprüche verjähren
ohne Rücksicht auf die Kenntnis oder grob fahrlässige Unkenntnis
in zehn Jahren von ihrer Entstehung an.
(5) Geht der Anspruch auf ein Unterlassen,
so tritt an die Stelle der Entstehung die Zuwiderhandlung.



Für uns trifft zu §11 Abs.3 UWG,
§199 Abs.3, Satz 2 BGB
sowie die Absolute Verjährung §199 Abs.,

Gültigkeit = 30 Jahre


Was passiert, wenn ich die Unterlassungserklärung abgebe, aber die Kosten des gegnerischen Rechtsanwalts nicht bezahle?
In diesem Fall muss der Rechtsanwalt
den Kostenerstattungsanspruch seines Mandanten einklagen,
wobei sich die Kosten für das Gerichtsverfahren
nach dem - geringen - Streitwert
der geltend gemachten Gebühren richten.
In diesem Rechtsstreit wird dann auch die Frage
der Berechtigung der Abmahnung entschieden.
Das Prozesskostenrisiko wird somit deutlich verringert.
Was ist eine Strafbewährte Unterlassungserklärung überhaupt?
Eine Abmahnung ist die formale Aufforderung
einer Person an eine andere Person,
ein bestimmtes Verhalten künftig zu unterlassen.
Die Abmahnung hat die Funktion, Streitigkeiten
auf direktem und kostengünstigen Weg
ohne Einschaltung eines Gerichts bei zulegen.
Sie ist aus Sicht des Verletzten notwendig,
um dem Risiko zu begegnen, dass die gegnerische Seite
eines gerichtlichen Verfahrens ihre Unterlassungspflicht
sofort anerkennt,wenn sie auch sonst keinen Anlass
zum Betreiben des Verfahrens gegeben hat
(vgl. § 93 ZPO). In einem solchen Fall
hat der Verletzte die bis dahin entstandenen
Verfahrenskosten selbst zu tragen.

Mit einer Unterlassungserklärung verpflichtet
sich derjenige, der sie abgibt,
ein bestimmtes Verhalten in Zukunft zu unterlassen.
Praktisch relevant ist die Unterlassung- bzw. Unterwerfungserklärung
im Wettbewerbsrecht:
Der Konkurrent wird aufgrund wettbewerbsfähigen
Verhaltens abgemahnt. Er muss nun,
um eine Klage abzuwenden,
eine in der Regel strafbewährte Erklärung abgeben,
in der er sich dazu verpflichtet, den abgemahnten Wettbewerbsverstoß künftig zu unterlassen.
Grundsätzlich ist die Unterlassungserklärung
gegenüber dem Abmahner abzugeben.
Der Erklärung muss nicht zwingend
ein Unterlassungsanspruch zugrunde liegen.
Ist das nicht der Fall, kann sie als abstraktes Schuldanerkenntnis auch eine
eigenständige Verpflichtung begründen.

Quelle:Wikipedia

Was bedeutet die Aussage: "ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, aber rechtsbindend"?
Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass die Folgen der Unterlassungserklärung als bindend angesehen werden, eine Verpflichtung zur Unterlassung jedoch nicht anerkannt wird. Gegen die Kosten der Abmahnung kann sich der Abgemahnte sodann immer noch wehren, die der Rechtsanwalt in einem gesonderten Verfahren geltend machen muss. In diesem Verfahren wird sodann die Rechtmäßigkeit der Abmahnung inzident geprüft, wobei sich die Kosten nach dem Streitwert der anwaltlichen Gebühren richten, also deutlich niedriger als in dem Hauptsacheverfahren sind.

Wenn Sie nur einen teuren Prozess aus dem Weg gehen wollen,
können Sie die Unterlassungserklärung
"ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, aber rechtsbindend"
abgeben.
Dann streiten Sie nur noch - vor Gericht - um die Kosten der Abmahnung.
Allerdings ist in diesem Fall der Streitwert dann deutlich reduziert,eben, weil es nur noch um die Anwaltskosten geht.
Der Abgemahnte kann sich dann immer noch mit Erfolgsaussicht
gegen die Kosten der Abmahnung zur Wehr setzen.
Lassen Sie sich aber auch in diesem Fall von einem fachkundigen Juristen beraten.

Die Amtsgerichte bearbeiten zivile Rechtsstreitigkeiten
bis zu einem Streitwert von 5000 Euro.
Beim Amtsgericht darf jeder Bürger Antrag auf Klage stellen.
Das Landgericht ist für Schadensfälle ab 5000 Euro zuständig.
Hier besteht im Gegensatz zum Amtsgericht Anwaltspflicht.




Ist eine Unterlassungserklärung, widerrufbar?
Nein!
Wie sieht so ein abgeänderte UE aus?
Muster einer modifizierten UE

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